HAZ Roman Rose: Steffi Schneider betreibt Laden weiter

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Steffi Schneider aus Elze hat gestern den ehemaligen Kärgel-Lebensmittelmarkt in Bissendorf-Wietze wiedereröffnet. Schon am ersten Tag dankten es viele Kunden mit Blumen.

Wedemark. „Steffis Laden“ steht groß über dem Eingang, wo jahrzehntelang „Kärgel Lebensmittel“ stand. Das ist eine der sichtbaren Veränderungen, nachdem Monika Kärgel den Betrieb aufgegeben und sich um eine Nachfolge bemüht hatte. Die Veröffentlichung seinerzeit hatte nach ihren Worten zahlreiche Interessenten auf den Plan gerufen. Entschieden habe sie schließlich mit dem Bauch, sagte Kärgel. So gratulierte sie gestern zusammen mit Ortsbürgermeister Daniel Leide und Schlachtermeister Carsten Dettmers, der nach wie vor Fleisch und Wurst liefert, Steffi Schneider zum ersten Öffnungstag. „Und ich werde auch selbst hier kaufen“, versicherte sie.

Dass es ihr viele Bissendorf-Wietzer gleichtun, hofft die neue Betreiberin. Sie wünscht sich, dass die Menschen den kleinen Lebensmittelladen für den täglichen Bedarf weiterhin als „Kommunikationszentrale“ verstehen – „wenn die Wietzer mich so akzeptieren“, sagt die 48-Jährige, die seit 2007 in Elze wohnt.

Sie legt Wert auf Kontinuität. So bleiben das Sortiment ebenso wie die für einen kleinen Ort paradiesisch langen Öffnungszeiten, der sonntägliche Brötchenservice und der Lieferservice bis ins Haus erhalten. Vor allem Letzterer lag dem Ortsbürgermeister am Herzen, als wichtige Hilfe im Alltag für ältere Menschen.

Neu sind der Kassentresen, die Standorte für Wurst, Eier und Obst, geblieben sind die Lieferanten aus der Umgebung wie Dettmers aus Elze und Bäcker Rathmann aus Isernhagen. Neu ist, dass die Eier jetzt von einem Direktlieferanten kommen, die Kartoffeln liefert künftig der Hof Söder aus Wennebostel. Das Brötchen auf die Hand für Handwerker bleibt im Programm, der Kaffee zum Mitnehmen auch – dieses Angebot wird demnächst dank eines Automaten mit Latte macchiato und weiteren Spezialitäten ergänzt.

Bis auf Weiteres will Schneider den Laden allein bewirtschaften. „Es war immer mein Traum, mein eigener Herr zu sein. Ich habe meinen Beruf als Einzelhandelskauffrau von der Pike auf gelernt, ich weiß, was auf mich zukommt“, sagte sie. Pläne für neue Angebote hat sie auch, will aber jetzt erst mal starten und Geld verdienen.

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